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Berufsverband der Augenärzte
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Düsseldorf / Würzburg, 01.12.99

Sonnenfinsternis: Weniger Augenschädigungen als erwartet

Der Berufsverband der Augenärzte gibt die neuesten Zahlen bekannt

Die Warnungen des Berufsverbands der Augenärzte und die intensive Aufklärungsarbeit durch die Medien hatten zum Erfolg, daß die deutsche Bevölkerung anläßlich der Sonnenfinsternis am 11. August 1999 weitestgehend von Augenschäden verschont blieb.

In der Universitätsaugenklinik Würzburg, wo sich eine Arbeitsgruppe um Dr. Wolfgang Schrader mit der Auswertung der Untersuchungsergebnisse befaßt, gingen bis jetzt Meldungen aus 40 Kliniken ein. Berichtet wurde von über 100 Patienten, die sich mit Beschwerden vorstellten, ohne daß ein Hinweis auf eine Netzhautschädigung vorlag. Lediglich 20 Fälle der gefürchteten Retinopathia solaris mit klinischen Zeichen wurden beobachtet. Die Würzburger Augenärzte kommen zu folgendem Schluß: "Hochgerechnet auf ganz Deutschland (unter Einbeziehung von weiteren ausschließlich beim niedergelassenen Augenarzt behandelten Fällen) dürfte mit etwa 100 Patienten mit Retinopathia solaris zu rechnen sein, von denen voraussichtlich lediglich 10 einen bleibenden Schaden davontragen werden."

Durch die massive Aufklärung über die Gefahren der Sonnenbeobachtung und begünstigt durch das regnerische Wetter konnte die Zahl der Netzhautschäden gegenüber der Sonnenfinsternis von 1912 um über 95% gesenkt werden. Damals wurden 3000 Makulaschäden bekannt, von denen 300 dauerhaft waren.


Stand: 02.12.99