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Der BVA hat mit dem Regionalbüro Lateinamerika-Nord der Friedrich-Naumann-Stiftung Kontakt aufgenommen und sich über das Ausmaß der Katastrophe informiert - einer Katastrophe, die Dr. Graf Lambsdorff als "die größte der Neuzeit in dieser Region" bezeichnet. Die Lage ist noch weit dramatischer, als es uns die Bilder der TV-Reportagen vermitteln. Die Zahl der Toten ist wesentlich höher als zunächst angenommen. Allein in Honduras werden unter Trümmern und Schlamm ca. 25.000 Tote vermutet. Das gesamte Territorium gleicht einer Geisterlandschaft nach einem fürchterlichen Bombenangriff. Die Infrastruktur des Landes ist zerstört, die gesamte Ernte vernichtet. Die Altstadt der Hauptstadt Tegucigalpa ist zu einem Massengrab geworden; mit dem Absinken des Hochwassers werden überall weitere Opfer der Katastrophe freigegeben. In Honduras und auch in den Nachbarländern sind eine Unzahl von Minen - Überbleibsel der Bürgerkriege in der Region - durch die Wassermassen freigespült worden und bilden nun zusätzlich eine schreckliche Gefahr für die Überlebenden. Die Menschen sind auf der Suche nach Grundnahrungsmitteln, sie haben kein Dach über dem Kopf, kein Trinkwasser, keine Medikamente. Die akute Seuchengefahr wächst.
Internationale Hilfe ist angelaufen, um die größte Not zu lindern. Doch das Land ist so hoffnungslos zerstört, Straßen sind eingesunken und weggebrochen, die Strom- und Wasserversorgung vernichtet - Dörfer im Schlamm versunken.
Auf ein solches Dorf wollen Augenärzte und ihre Partner von der Industrie ihre Hilfe konzentrieren. Es heißt Ojos de Agua - Augen des Wassers und liegt im Zentrum des Landes, direkt an dem Fluß Humuya, der ihm jetzt zum Verhängnis wurde. Seinen verzweifelten Bewohnern sollen die Spenden helfen, ihre Häuser und Straßen wieder aufzubauen und ihre Felder wieder zu bestellen. Zu den vorrangigen Projekten gehören außerdem die Trinkwasserversorgung, Gesundheitsstationen und der Wiederaufbau der Schulen. Dafür hat der BVA mit Hilfe der Friedrich-Naumann-Stiftung und der lutherischen Gemeinde "La Epifania" ein Sonderkonto eingerichtet:
Congregacion Lutherana La Epifania Konto-Nr. 216 7310 109 BLZ 290 102 00 Ibero Platina Bank, Bremen Stichwort "Nothilfe Honduras"
Die Kenntnisse und Kontakte des Büros der Friedrich-Naumann-Stiftung in Honduras werden genutzt, um die ungschmälerte Verwendung des gesamten Spendenaufkommens für den Wiederaufbau von Ojos de Agua sicherstellen zu können. Die Spendenbescheinigung erfolgt von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Niedersachsen.
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) Tersteegenstr. 12 40474 Düsseldorf Tel (0211) 43037-00 Fax (0211) 43037-20
| Am 4.12.98 übergab Frau Dr. Gudrun Blaul, die 1. Vorsitzende des BVA, einen Scheck über 5000 DM als Spende des BVA |