Erklärung der Arbeitsgemeinschaft Augenärztlicher Verbände
zum derzeitigen Stand der Augenchirurgie


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Arbeitsgemeinschaft der Augenärztlichen Verbände:

Im Mai 1997


Vor dem Hintergrund der augenblicklichen, von Sparzwängen diktierten Gesundheitspolitik in der Bundesrepublik ist auf der Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit augenärztlicher Verbände in Deutschland eine Stellungnahme zur operativen Tätigkeit im Fach Augenheilkunde notwendig geworden.

Änderungen dieser Ausgangslage sind nur durch sehr komplexe Gesamtregelungen zu erreichen, wobei die beabsichtigte Kostenersparnis mit einer gerechten Verteilung der Ressourcen verbunden sein muß. Für die komplexe, tragfähige Gesamtregelung muß insbesondere auch die unterschiedliche Ausgangssituation in Kliniken und Praxen Berücksichtigung finden: Strukturveränderungen zur Verlagerung augenärztlicher Operationen in den ambulanten Bereich und zur Optimierung ambulanter Operationen müssen sowohl in Klinik wie in freier Praxis zu einer angemessenen Honorierung der Leistung führen, die eine wirtschaftliche Arbeitsmöglichkeit bietet, wobei die Besonderheiten der operativen Einrichtungen angemessen zu berücksichtigen sind. Einseitige Regelungen zu Lasten von Universitätskliniken und anderen hauptamtlichen Abteilungen müssen im Interesse einer komplexen leistungsfähigen ophthalmochirurgischen Versorgung der Bevölkerung durch die Gemeinschaft der Augenärzte verhindert werden.

Sich daraus ergebende offene medizinische, sachliche und ökonomische Fragen sowie unterschiedliche Interessenlagen bedürfen der Klärung bzw. des Ausgleichs.

Es wird eine Arbeitsgruppe im AK Ophthalmochirurgie des BVA gebildet, der zur Zeit Prof.Dr. Kampik (DOG und VOL), PD Dr. Kammann (DOCH), Prof.Dr. Busse (wissenschaftliches Vorstandsmitglied des BVA), Prof.Dr. Neuhann (belegärztliche Kliniken) und Dr. Reuscher als Moderator angehören. Kontinuität der personellen Zusammensetzung wird angestrebt. Diese Arbeitsgruppe befaßt sich mit den Problemen des Strukturwandels der modernen Augenchirurgie, insbesondere im Hinblick auf auch die Kliniken betreffende Finanzierung, Weiterbildung und Qualitätssicherung wie ihre konkrete politische Umsetzung - bundesweit und regional.


Stand: 05.09.98