Berufsverband der Augenärzte
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Düsseldorf, 08.05.04
So wird der Grüne Star aufgespürt
Etwa fünf Prozent aller über 40-Jährigen sind schon heute an einem Glaukom erkrankt. Eine weitere Zunahme der Erkrankungen lässt sich nur verhindern, wenn ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig einmal im Jahr die Glaukom-Vorsorge in Anspruch genommen wird. Die Messung des Augeninnendrucks ist immer noch ein wichtiger Hinweis auf eine mögliche Erkrankung. Dafür setzt der Augenarzt einen kleinen Messkörper auf die Hornhautoberfläche und bestimmt so den Augeninnendruck. "Dennoch sollte man sich nicht nur auf den Druck verlassen", erklärt Dr. Kraffel. "Insbesondere die genaue Inspektion des Sehnervs ist wichtig, um Schäden ausschließen zu können." Wenn die Ergebnisse der Untersuchungen auf eine Glaukom-Erkrankung hindeuten, überprüft der Augenarzt im Anschluss auch das Gesichtsfeld des Patienten. Die Einschränkung des Gesichtsfeldes ist ein typisches Zeichen für den Grünen Star, bei fortgeschrittener Krankheit breiten sich Lücken im Gesichtsfeld flächenartig aus, der Sehnerv wird nach und nach zerstört. Dann kann teilweise nur noch eine Operation die einzige Rettung vor einer weiteren Verschlechterung sein, wenn der Sehnerv noch nicht irreparabel vernichtet ist. Frühzeitig erkannt kann man den Grünen Star jedoch sehr gut medikamentös behandeln.
Aktionswoche bietet Info-Hotline
An der Aktionswoche Glaukom beteiligen sich vom 10. bis 14. Mai Augenärzte, Gesundheitsämter und Apotheken im gesamten Bundesgebiet. Insgesamt können Interessierte sich bei über 1.000 Aktionspartnern informieren und dort eine kostenlose Glaukom-Broschüre bekommen. Am Mittwoch, den 12. Mai, wird von 14 bis 16 Uhr eine kostenlose Telefonberatung angeboten. Unter der Rufnummer 0800/0112118 stehen Augenärzte für Fragen rund um das Thema Grüner Star zur Verfügung.