BVA - Bilddatenbank Augenkrankheiten
Abb. 75:
Augenuntersuchung mit der Spaltlampe
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An der Spaltlampe können Augenärzte alle Bereiche des Auges untersuchen - von der Hornhaut über die Iris und den Kammerwinkel bis zum Augenhintergrund mit der Netzhaut und dem Sehnvervenkopf.
Abb. 76:
Brillenglasbestimmung mit dem Phoropter
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Zur Bestimmung der optimalen Sehhilfe nutzen Augenärzte den Phoropter. Wenn es bei einer Untersuchung beispielsweise um die Teilnahme am Straßenverkehr geht, kommen Untersuchungen zum Dämmerungs- und Kontrastsehen hinzu.
Abb. 84:
Die Preisträger des Sicca-Förderpreises 2010
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(hintere Reihe von links): Dr. med. Thomas Armin Fuchsluger (Essen), Cand. Med. Meral Bulgen (München), Dr. rer. nat. Uta Gehlsen (Lübeck), Sebastian Siebelmann (Lübeck), Dr. med. Marc Schargus (Würzburg), Dr. med. Stefan Schrader (Würzburg/L), Dipl. Biol. Henning Thomasen (Essen), Dr. med. Daniel Kampik (Würzburg/London), (vordere Reihe von links:) Dr. med. Johannes Schwartzkopff (Freiburg), Dr. med. Eva Jacob (Heidelberg), Dr. med. Gesa Schäfer (Magdeburg), Cand. Med. Philipp Ackermann (Halle/Saale), Dipl. Biol. Martin Schicht (Halle/Saale), Matthias Dunse (Halle/Saale), Dr. med. Dieter F. Rabensteiner (Graz).
Abb. 82:
Farbige Kontaktlinsen
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Farbige Kontaktlinsen sind in Mode - doch sie müssen ebenso sorgfältig angepasst werden wie alle anderen Linsen auch. Die Anpassung beim Augenarzt und sorgfältige Einhaltung der Hygienetipps im Umgang mit Kontaktlinsen sind ebenso wichtig wie regelmäßige Kontrolluntersuchungen.
Abb. 81:
Hornhauttopographie
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Für die Anpassung von Kontaktlinsen ist die Hornhauttopographie eine sinnvolle Untersuchungsmethode. Sie erstellt eine "Landkarte" mit der genauen Wölbung der Hornhaut.
Abb. 83:
Kontaktlinsenanpassung
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Der richtige Umgang mit Kontaktlinsen erfordert etwas Übung - in ihrer Kontaktlinsensprechstunde geben viele Augenärzte dabei Hilfestellung.
Abb. 5:
endokrine Orbitopathie, Basedowsche Krankheit
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Infolge bestimmter Formen von Schilddrüsenkrankheiten, kann das Gewebe der Augenhöhle an Volumen zunehmen, sodass der Augapfel nach vorn gedrängt wird. Hier ist über der blauen Regenbogenhaut noch ein weißes Stück Lederhaut zu sehen: ein typisches Frühzeichen der Basedowschen Krankheit.
Abb. 6:
endokrine Orbitopathie, Basedowsche Krankheit
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Fortgeschrittenes Stadium der Basedowschen Krankheit. Im Extremfall kann der Augapfel so weit heraustreten, dass ein Lidschluss nicht mehr möglich ist. Die Folge: ein Trockenes Auge schwerster Ausprägung.
Abb. 53:
Angeborene Ptosis links
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Bei Kindern ist die Ptosis (einseitiges oder beidseitiges Herabhängen des Oberlides) meist angeboren. Nerven- oder muskelbedingte Ursachen kommen infrage. Ist die Ptosis einseitig, kann ohne rechtzeitige Behandlung eine Amblyopie (Schwachsichtigkeit) entstehen, weil das teilweise vom Lid verdeckte Auge nicht zum Sehenlernen benutzt wird. Therapie: lidhebende Operation, deren Zeitpunkt vom Schweregrad der Ptosis abhängt.
Abb. 3:
Chalazion
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Ein Hagelkorn (Chalazion) ist die örtlich begrenzte chronische Entzündung einer der "Meibomschen" Drüsen in den Rändern der Augenlider.
Abb. 54:
Entropium im höheren Lebensalter
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Als Entropium bezeichnet man das Einwärtskehren der Unterlidkante, eine häufig auftretende Altersveränderung. Die nach innen gerichteten Wimpern scheuern auf Bindehaut und Hornhaut und verursachen nicht nur starke Beschwerden, sondern auch Bindehaut-Hornhautentzündungen. Durch eine Operation, die der Augenarzt ambulant vornehmen kann, erhält das Unterlid wieder seine ursprüngliche Stellung.
Abb. 55:
Komplikationen nach kosmetischer Chirurgie
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Zustand nach Ober- und Unterlid-Straffung, nach vierfacher kosmetischer Voroperation. Diese Operation wird an den Oberlidern zur Korrektur der Schlupflider und an den Unterlidern zur Korrektur der Tränensäcke durchgeführt.
Die Patientin versucht, die Augen zu schließen: Lidschluss-Defizit rechts von 1 mm, links von 3 mm, es wurde so viel weggeschnitten, dass Augen schließen unmöglich ist.
Abb. 56:
Komplikationen nach kosmetischer Chirurgie
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Zustand nach Ober- und Unterlid-Straffung, nach vierfacher kosmetischer Voroperation. Diese Operation wird an den Oberlidern zur Korrektur der Schlupflider und an den Unterlidern zur Korrektur der Tränensäcke durchgeführt.
Die Patientin versucht, nach oben zu schauen.
Unterlid-Ektropium beidseits mit massivem Hautdefizit.
Abb. 57:
Komplikationen nach kosmetischer Chirurgie
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Zustand nach Ober- und Unterlid-Straffung, nach vierfacher kosmetischer Voroperation. Diese Operation wird an den Oberlidern zur Korrektur der Schlupflider und an den Unterlidern zur Korrektur der Tränensäcke durchgeführt.
Die Patientin schaut geradeaus. Asymmetrischer Befund: Oberlidsenkung links, nach außen gekipptes Unterlid beidseits mit Exposition des Lidknorpels auf der linken Seite.
Abb. 51:
Ptosis einseitig rechts
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Die häufigste Form der Ptosis, eines herabhängenden Oberlides oder auch beider Oberlider tritt im höheren Lebensalter auf (involutive Ptosis), hervorgerufen durch Durchblutungsstörungen und Schwäche des lidhebenden Muskels (Levator). Oftmals ist eine Kopfzwanghaltung damit verbunden. Therapie: dosierte Straffung oder Kürzung der Muskelsehne und gegebenenfalls des Muskels.
Abb. 52:
Schwere beidseitige Ptosis
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Schwere beidseitige Ptosis bei Muskeldystrophie; daraus resultieren Kopfzwangshaltung und Sehbeeinträchtigung.
Bei einer Ptosis, Herabhängen der Oberlider, kommen ganz unterschiedliche Ursachen in Betracht. Darum sind zunächst in vielen Fällen auch neurologisch-internistische Untersuchungen erforderlich. Für die Operation, die den Levatormuskel wieder in die Lage versetzt, das Lid zu heben, stehen der Augenheilkunde verschiedene Verfahren zur Verfügung.
Abb. 2:
seniles Ektropium
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Im höheren Alter erschlafft das Bindegewebe. Wird dadurch das komplizierte Zusammenspiel der verschiedenen Lidmuskeln gestört, können Fehlstellungen der Lider entstehen. Beim Ektopium dreht sich das Unterlid nach außen.
Abb. 1:
seniles Epiblepharon
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Wenn im höheren Alter das Bindegewebe erschlafft und dadurch das komplizierte Zusammenspiel der verschiedenen Lidmuskeln gestört wird, können sich Fehlstellungen der Lider entwickeln. Beim Epiblepharon legt sich die überschüssige Lidhaut in Falten.
Abb. 8:
Konjunktivitis epidemica
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Extrem ansteckende Bindhautentzündung, die häufig durch Übergreifen auf die Hornhaut zu Sehstörungen führt. Sie wird durch Adenoviren verursacht. Infizierte Personen müssen wegen der Ansteckungsgefahr den Kontakt zu anderen meiden. Das bedeutet für Kinder grundsätzlich Fernbleiben von Schule und Kindergarten und für Berufstätige in vielen Fällen Arbeitsunfähigkeit.
Abb. 49:
Konjunktivitis vernalis
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Häufige, immer wiederkehrende Bindehautentzündung besonders bei Kindern und Jugendlichen. Ursache ist eine allergische Veranlagung.
Das Oberlid wurde umgeklappt, damit man die typischen „Riesenpapillen" erkennt.
Abb. 50:
Konjunktivitis vernalis
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Fortgeschrittene durch allergische Veranlagung begünstigte Bindehautentzündung. Die Riesenpapillen hinterlassen oftmals Narben, die ein Leben lang Probleme bereiten können, u.a. deswegen sollte auch bei Bindehautentzündungen immer der Augenarzt konsultiert werden.
Abb. 7:
Pneumokokken-Konjunktivitis
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Eine bakterielle durch Pneumokokken verursachte Bindehautentzündung. (Tröpfcheninfektion). Charakteristisch ist eine starke Rötung der Bindehaut, vor allem nasal und möglicherweise auch eine Bindehautblutung (hier temporal unten).
Abb. 4:
Schirmer-Test
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Mit diesem Test bestimmt der Augenarzt die Menge der Tränenflüssigkeit. Der Schirmer Test dient der Diagnose des „Trockenen Auges“ (Konjunktivitis sicca).
Abb. 14:
Akanthamöben-Keratitis
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Eine Akanthamöben-Keratitis ist eine seltene Hornhautentzündung. Als wichtige Risikofaktoren gelten Hygienefehler beim Kontaktlinsentragen, kontaminiertes Wasser sowie Hornhauttraumata. Typische Symptome der Akanthamöben-Keratitis sind Epitheldefekte, Ringinfiltrate und zentrale Ulkusbildungen sowie starke Schmerzen.
Abb. 15:
Akanthamöben-Keratitis im fortgeschrittenen Stadium
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Eine selten auf tretende durch Akanthamöben hervorgerufene Hornhautentzündung. Hauptrisikofaktor sind Hygienemängel beim Tragen von Kontaktlinsen (in den westlichen Industrieländern sind 90 % der Patienten mit Akanthamöben-Keratitis Kontaktlinsenträger). Überwiegend sind junge Patienten, meist einseitig betroffen. Starke Schmerzen sind ein wichtiges Leitsymptom. Diagnose und Therapie müssen sehr schnell erfolgen. Bei Verzögerung kann u.U. nur noch eine Hornhauttransplantation das Sehvermögen retten. Akanthamöben werden u.a. durch Leitungswasser übertragen.
Abb. 13:
Hornhaut-Ulcus
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Aus winzigen Hornhautverletzungen, die nicht fachgerecht versorgt wurden, können durch bakterielle Infektionen gefährliche Hornhautgeschwüre entstehen.
Abb. 11:
Hornhaut-Vaskularisation (Gefäßeinsprossung) bei Kontaktlinsentragen
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In die normalerweise gefäßfreie Hornhaut sprießen Äderchen ein, weil die Hornhaut unter der Kontaktlinse nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wurde. Solche Schäden entstehen, wenn Kontaktlinsen nicht exakt und individuell angepasst sind oder wenn die augenärztlichen Kontrolluntersuchungen und die dabei empfohlenen Tragezeiten nicht eingehalten werden.
Abb. 12:
Hornhaut-Vaskularisation (Gefäßeinsprossung) bei Kontaktlinsentragen
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Hier wurden die ersten roten Äderchen als Zeichen der gestörten Sauerstoffversorgung der Hornhaut unter der Kontaktlinse ignoriert; die pathologische Veränderung ist weiter fortgeschritten. Sofortmaßnahmen: Verzicht aufs Kontaktlinsentragen, Konsultation eines Augenarztes. Anderenfalls droht Verlust der Sehschärfe durch fortschreitende Hornhauttrübung.
Abb. 10:
Keratokonus
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Keratokonus des rechten Auges. Bei seitlicher Spaltlampenbetrachtung deutlich erkennbare kegelförmige Vorwölbung des verdünnten Honhautzentrums und tiefe Vorderkammer. In aller Regel tritt ein Keratonus beidseitig auf.
Abb. 16:
Keratoplastik
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Die Keratoplastik ist die älteste und häufigste Transplantation. Sie erfolgt, wenn die ursprünglich klare Hornhaut nicht mehr durchsichtig ist, etwa nach schweren Verletzungen (Vernarbung, Verätzung), nach schweren Infektionen (Bakterien, Viren, Pilze) oder fortschreitender Hornhautverdünnung (Keratokonus). Um das Sehvermögen zu retten, wird die zentrale Trübung scheibenförmig entfernt und die Spenderhornhaut mit sehr feinen Fäden fixiert, die nach etwa 12 Monaten wieder entfernt werden.
Abb. 17:
Keratoplastik
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Allein in deutschen Spezialkliniken werden 3000 – 4000 Hornhautübertragungen im Jahr vorgenommen. Bei sehr schweren Hornhauttrübungen oder bestimmten genetisch bedingten Fehlbildungen der Cornea ist die Keratoplastik die einzige Möglichkeit, Erblindung zu verhindern bzw. des Sehvermögen des erblindeten Auges wiederzugewinnen. Deutlich auf dem Bild zu erkennbar: die fortlaufende Naht zur Fixierung des klaren Spendertransplantats, das an die milchig-trübe Hornhaut des Patienten angrenzt. Im Gegensatz zu allen anderen Organspenden kann das Hornhautscheibchen noch bis zu 48 Stunden nach dem klinischen Tod des Spenders entnommen werden.
Abb. 9:
oben normale Hornhaut, unten beginnender Keratokonus
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Als Keratokonus bezeichnet man eine fortschreitende Ausdünnung und Vernarbung der zentralen Hornhaut mit kegelförmiger Vorwölbung der Hornhautmitte. Der durch die unregelmäßige Krümmung der Hornhaut hervorgerufene Sehfehler wird mit formstabilen Kontaktlinsen bzw. speziellen Keratokonuslinsen korrigiert. Im fortgeschrittenen Stadium kann eine Hornhautverpflanzung erforderlich werden.
Abb. 28:
Alterskatarakt
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Die häufigste Form der Katarakt ist die altersbedingte Linsentrübung. Die ursprünglich klare Augenlinse verliert im Laufe des Lebens ganz allmählich an Transparenz. Erst im höheren Alter erreicht die Trübung eine Dichte, die das Sehen beeinträchtigt. Der Blick in die weit getropfte Pupille zeigt die ersten Anzeichen einer Katarakt: weiße strahlenförmige Trübungen und ebensolche Pünktchen im zentralen Bereich.
Abb. 29:
Alterskatarakt im fortgeschrittenen Stadium
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Im höheren Alter entwickelt sich sehr häufig ein Grauer Star (eine Katarakt). In aller Regel erfolgt die Operation, wenn sich der Patient durch die Linsentrübung beeinträchtigt fühlt. Spätestens in diesem fortschrittenen Stadium muss die dicht eingetrübte Augenlinse durch eine ins Auge zu pflanzende Kunststofflinse (Intraokularlinse) ersetzt werden.
Abb. 26:
angeborene Katarakt
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Bei einem angeborenen (kongenitalen) Grauen Star muss die getrübte Augenlinse möglichst früh entfernt und durch Kontaktlinse oder Intraokularlinse ersetzt werden, damit das Kind ein normales Sehvermögen entwickeln kann. Hier ist die weißliche Trübung der Linse schon mit bloßem Auge in der schwarzen Pupille zu erkennen.
Abb. 27:
Totalkatarakt bds.
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Angeborene Augenkrankheiten treten oft kombiniert auf. Einwärtsschielen kann auch eine Folge der kongenitalen Katarakt sein. Denn normales beidäugiges Sehen muss – wie Laufen – durch Üben gelernt werden. Nur beginnt das Lernprogramm fürs Sehen praktisch mit dem „ersten Augenblick“. Mit getrübten Linsen kann das Kind nicht sehen lernen.
Abb. 65:
Voruntersuchung zur Kataraktoperation
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Moderne Untersuchungsmethoden in der Augenheilkunde sind für die Patienten kaum belastend. Beispielsweise die Vermessung des Auges vor einer Operation des Grauen Stars mittels Ultraschall verläuft schnell und berührungsfrei.
Abb. 66:
Gesichtsfelduntersuchung
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Falls der Verdacht einer Glaukomerkrankung vorliegt, gibt die so genannte Perimetrie Aufschluss darüber, ob es bereits "blinde Flecken" im Gesichtsfeld gibt.
Abb. 22:
Glaukompapille
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Sehnervenkopf mit bereits ungewöhnlich großer Ausbuchtung in der Mitte. Bevor die ersten Gesichtsfeldausfälle bei einem Glaukom auftreten, verändert sich die Papille. Darum ist der rechtzeitige und regelmäßige Sehnerv-Check, der beim Augenarzt zur Glaukom-Vorsorgeuntersuchung gehört, entscheidend. Wird ein Glaukom aufgedeckt und behandelt, bevor der Sehnerv ernsthaft geschädigt ist, kann das Sehvermögen meist allein durch medikamentöse Therapie bewahrt werden.
Abb. 23:
Glaukompapille
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Glaukom im fortgeschrittenen Stadium mit bereits schwer geschädigtem Sehnerv. In der Mitte der Papille erkennt man eine extrem große weiße Ausbuchtung, der Sehnervenkopf hat fast keinen gesunden rosafarbenen Rand mehr. Durch rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen sollte unbedingt verhindert werden, dass die Fasern des Sehnervs geschädigt werden. Die dadurch hervorgerufenen Gesichtsfeldausfälle sind irreversibel. Bei einem Glaukom kann eine Therapie lediglich das noch vorhandene Sehvermögen erhalten.
Abb. 80:
Messung des Augeninnendrucks
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Zur Messung des Augeninnendrucks wird die Kraft gemessen, die nötig ist, um die Hornhaut in einem definierten Bereich abzuflachen. Der Augeninnendruck ist ein wichtiger Risikofaktor für eine Glaukomerkrankung.
Abb. 20:
normale Papille (Sehnervenkopf)
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In der Papille sammeln sich die Sehnervenfasern der Netzhaut und bilden nach Verlassen des Augapfels den Sehnerv. Die gesunde Papille hat eine blassrosa Farbe, in der Mitte ist sie leicht ausgebuchtet. Bei einem Glaukom nimmt diese Ausbuchtung (Exkavation) an Größe zu. Oft ist gleichzeitig der Augeninnendruck erhöht.
Abb. 21:
normale Papille (Sehnervenkopf)
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Der normale gesunde Sehnervenkopf hat eine blassrosa Farbe. In seiner Mitte liegt eine kleine Ausbuchtung (Exkavation). Bei einem Glaukom nimmt die Exkavation zu. Oft ist gleichzeitig der Augeninnendruck erhöht. Doch die Augeninnendruckmessung allein, wie sie z.T. als „Glaukomsreening“ von Optikern angeboten wird, ergibt keine zuverlässige Diagnose. Bei ca. 30 % aller Patienten, die bereits einen Glaukomschaden entwickelt haben, konnte niemals ein erhöhter Augeninnendruck gemessen werden.
Abb. 78:
Retinatomographie
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Die Retinatomographie erlaubt die dreidimensionale Darstellung des Sehnervenkopfs. Sie ist besonders wertvoll bei der Verlaufskontrolle von Glaukomerkrankungen.
Abb. 25:
Chorioretinitis (hintere Uveitis)
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Aderhautentzündung mit teils frischen, teil vernarbten, schwarz pigmentierten älteren Entzündungsherden. Sehzellen und Sehnervenfasern können zerstört werden, sodass sich das Sehvermögen verschlechtert – im Extremfall bis zum völligen Funktionsverlust des Auges.
Abb. 24:
Iritis (vordere Uveitis)
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Entzündung der Regenbogenhaut, hervorgerufen durch rheumatische oder bakterielle Substanzen. Symptome: rotes Auge, Schmerzen, Sehschärfenminderung, Lichtscheu, vermehrter Tränenfluss. Da sie im Anfangsstadium mit der wesentlich harmloseren Bindehautentzündung verwechselt werden kann, ist die augenärztliche Diagnose zwingend erforderlich. Unbehandelt gefährdet eine Iritis das Sehvermögen.
Abb. 64:
AMD-Kontrolluntersuchung
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Bei Netzhauterkrankungen wie der Makuladegeneration sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen wichtig, um den Krankheitsverlauf festzuhalten. Der Augenarzt bespricht dann mit seinen Patienten, wie sich der Befund verändert hat.
Abb. 63:
Augenuntersuchung mit der Spaltlampe
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An der Spaltlampe können Augenärzte alle Bereiche des Auges untersuchen - beispielsweise die Netzhaut mit der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens.
Abb. 68:
Fluoreszenzangiographie
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Zur Netzhautdiagnostik ist die Fluoreszenzangiographie ein bewährtes Mittel: Nach Injektion eines Farbstoffs in eine Vene werden bei unterschiedlicher Belichtung Fotos gemacht, die Aufschluss über die Blutgefäße am Augenhintergrund geben
Abb. 18:
gesunde Netzhaut (Retina)
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So sieht der Augenarzt die Netzhaut bei der Untersuchung des Augenhintergrundes. Die Arterien und Venen treffen sich an der hellen Stelle, wo der Sehnerv ins Auge mündet, dem Sehnervenkopf. Die die Stelle des schärfsten Sehens, auch gelber Fleck oder Sehgrube, liegt in der Mitte des Bogens, den die Arterien und Venen bilden.
Abb. 30:
Hypertone Retinopatie
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Eine durch chronischen Bluthochdruck hervorgerufene Schädigung der Netzhautgefäße, die Sehstörungen verursachen kann.
Gelegentlich ist der Augenarzt der Erste, der einen hohen Blutdruck erkennt, da der Betroffene selbst zwar noch keine Beschwerden hat, wohl aber bereits die typischen Netzhautveränderungen aufgetreten sind.
Abb. 31:
Hypertone Retinopatie im fortgeschrittenen Stadium
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Schwerste Schäden der Netzhautgefäße entstehen, wenn ein sehr hoher Blutdruck längere Zeit nicht oder nicht richtig behandelt wird.
Bei schwerwiegenden Gefaßveränderungen durch hohen Blutdruck besteht sogar die Gefahr der Erblindung.
Abb. 37:
Netzhautablösung bei Linsenlosigkeit
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Besonders bei kurzsichtigen Augen ist das Risiko, eine Netzhautablösung zu bekommen, nach einer Katarakt-Operation etwas erhöht. Durch moderne Operationsverfahren ist die Gefahr zwar wesentlich geringer geworden, trotzdem hat dieser Risikofaktor einen Einfluss auf die Entscheidung, wann und mit welcher Technik eine Katarakt- oder Nachstaroperation vorgenommen wird.
Abb. 36:
Netzhautablösung
Ablatio retinae
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Als Ablatio oder Amotio retinae bezeichnet man die Ablösung der Netzhaut vom Pigmentepithel und von der dahinter liegenden Aderhaut.
Zu den Risikofaktoren zählen vor allem: hochgradige Kurzsichtigkeit, diabetische Netzhautveränderungen, Entzündungen oder Tumore im Auge.
Symptome: Wahrnehmung von Lichtblitzen, dann Verschleierung und Verschattung des Sehfeldes.
Erblindungsgefahr, die durch rechtzeitige Behandlung gebannt werden kann: Laserkoagulation, Kälteanwendung, Wiederanlegen mithilfe einer Plombe
Abb. 58:
Netzhautimplantat (künstliche Netzhaut)
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Die Mikroelektrodenfolie am rechten Ende wird auf der Netzhaut (Retina) fixiert. Das andere Ende enthält eine Antennenspule für kabelfreie Daten- und Energieübertragung, dazwischen eine ultraflexible Verbindung. Die Netzhaut wird stimuliert, Sehwahrnehmungen werden möglich.
Abb. 59:
Netzhautimplantat (künstliche Netzhaut)
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Die Verträglichkeit des epiretinalen Implantats hat sich in jahrelanger Forschungsarbeit als sehr gut erwiesen. Hier sieht man den Stimulatorkopf auf der Netzhaut im Tiermodell.
Abb. 79:
Optische Kohärenztomographie
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Die optische Kohärenztomographie erlaubt die Darstellung der einzelnen Netzhautschichten in höchster Auflösung.
Abb. 32:
Proliferative diabetische Retinopathie
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Durch hohe Blutzuckerwerte verursachte Netzhautkrankheit in einem fortgeschrittenen Stadium, in dem sich krankhafte neue Gefäße auf der Netzhautoberfläche oder am Sehnerv bilden und in den Glaskörper sprießen.
Auch ein gut eingestellter Diabetes mellitus kann diese das Sehvermögen gefährdenden Netzhautveränderungen hervorrufen. Werden sie jedoch rechtzeitig erkannt, lässt sich im Allgemeinen mit einer Lasertherapie ein weiteres Fortschreiten verhindern.
Abb. 48:
Retinopathia pigmentosa
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Erblich bedingte Netzhautkrankheit, bei der die Netzhautzellen allmählich absterben. Die Folgen: Im Gesichtsfeld entstehen Ausfälle und es verengt sich, bis nur ein kleiner Sehrest im Zentrum übrig bleibt (Tunnelblick / Röhrengesichtsfeld). Weitere Merkmale: gestörtes Dämmerungssehen und Nachtblindheit, Blendempfindlichkeit, Störung des Farbsehens. Auf der Netzhaut sieht man die knochenkörperchenartige Pigmentierung, die arterioläre Gefäßverengung und deutlich die wachsgelbe Papille.
Abb. 69:
Untersuchung des Augenhintergrunds
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Erkrankungen der Netzhaut können mit moderner Diagnostik früh erkannt werden. Eine Untersuchung des Augenhintergrunds kann darüber hinaus Hinweise auf allgemeine Gefäßerkrankungen geben.
Abb. 60:
Venenverschluss in der Netzhaut
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Ein Venenverschluss in der Netzhaut ist eine häufig auftretende Gefäßkrankheit, gegen deren Folgen Augenärzte lange Zeit machtlos waren. Mit neuen chirurgischen Verfahren ist es nun in verschiedenen Studien gelungen, bereits verlorenes Sehvermögen für Patienten wiederzugewinnen.
Die Abbildung zeigt das Auge eines Patienten mit Netzhautblutungen infolge eines Zentralvenenverschlusses. Das Auge ist so gut wie blind und nimmt nur noch Handbewegungen wahr.
Abb. 61:
Venenverschluss in der Netzhaut, nach Operation
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Ein Venenverschluss in der Netzhaut ist eine häufig auftretende Gefäßkrankheit, gegen deren Folgen Augenärzte lange Zeit machtlos waren. Mit neuen chirurgischen Verfahren ist es nun in verschiedenen Studien gelungen, bereits verlorenes Sehvermögen für Patienten wiederzugewinnen.
Nach der Operation, einer radiären Optikusneurotomie (RON), bei der durch einen kleinen Einschnitt am Kopf des Sehnervs die eingeengten Gefäße entlastet werden, hat sich der Blutabfluss normalisiert. Außerdem konnte sich an der Einstichstelle ein Umgehungskreislauf bilden, sodass die Netzhautzellen wieder mit Nährstoffen versorgt werden. Das Sehvermögen des Patienten hat sich so weit verbessert, dass er wieder lesen kann.
Abb. 34:
altersabhängige feuchte Makuladegeneration
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Die feuchte Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) verläuft wesentlich aggressiver als die trockene AMD. In der Netzhaut bilden sich krankhafte Gefäße, die Flüssigkeit absondern und die empfindlichen Netzhautgefäße zerstören. Dem Augenarzt stehen verschiedene Therapien zur Verfügung, weitere Gefäßneubildungen zu verhindern und den Verlauf der Krankheit günstig zu beeinflussen. Hier sind die Veränderungen der Netzhautmitte bereits deutlich zu erkennen.
Abb. 35:
altersabhängige feuchte Makuladegeneration, fortgeschrittenes Stadium
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Wie entscheidend die rechtzeitige Behandlung für den Verlauf einer altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) ist, zeigt diese fortgeschrittene feuchte AMD. Schwere Veränderungen wie Einblutungen und große Drusen haben praktisch die Stelle des schärften Sehens zerstört. Der Patient kann seine Umwelt nur noch mit der Peripherie der Netzhaut wahrnehmen.
Abb. 33:
altersabhängige trockene Makuladegeneration
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Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für Sehbehinderung im Alter. Die leichtere Verlaufsform ist die trockene AMD: Die zentrale Sehschärfe nimmt nur allmählich ab. Die Veränderung an der in der Mitte der Netzhaut liegenden Stelle des schärfsten Sehens, der Makula, ist nur für den Augenarzt deutlich. Die rechtzeitig Diagnose ist wichtig, denn aus der trockenen Form kann sich die feuchte Form der AMD entwickeln.
Abb. 40:
Apoplexia papillae
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Auch Anteriore ischämische Opticusneuropathie (AION) –
eine akute Durchblutungsstörung der Papille (Infarkt) durch entzündliche, altersbedingte (arteriosklerotische) oder diabetische Gefäßveränderungen.
Häufige Ursache einseitiger akuter Sehminderung im höheren Alter. Die untere Gesichtsfeldhälfte ist häufiger betroffen, es treten aber auch zentrale Gesichtsfeldausfälle bis zur Erblindung auf.
Ziel der Therapie ist weitere Infarkte zu vermeiden.
Abb. 41:
Optikusatrophie
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Ein Sehnervenschwund kann verschiedene Ursachen haben: z.B. druckbedingte Durchblutungsstörungen, Quetschungen des Sehnervs, Fraktur aber auch toxische Einflüsse, wie Tabak, Alkohol, Blei, Arsen, Thallium und auch einige Medikamente. Das wichtigste Merkmal: die blasse Farbe der Papille. Der Sehverlust hängt aber nicht vom Grad ihrer Blässe ab und reicht von kleinen zentralen Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung.
Abb. 38:
Stauungspapille
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Hervorgerufen durch eine Steigerung des Hirndrucks entsteht in der Papille (dem im Augapfel befindlichen Teil des Sehnervs) eine Ansammlung wässriger Flüssigkeit.
Die Stauungspapille erfordert eine sofortige Ursachenklärung, da Hirndrucksteigerungen ein Indiz für einen Tumor sein können, aber auch für andere raumfordernde Prozesse wie Hirnhautentzündung, Gehirnblutungen, Zysten.
Abb. 43:
Einwärtsschielen, Fixation mit dem linken Auge
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Nach dem dritten Lebensjahr auftretendes Schielen trifft ein schon gut gereiftes sensorisches System; die Ursache kann auch eine Augenmuskellähmung sein. Das Kind sieht nur mit dem linken Auge. Damit beidäugiges räumliches Sehen entwickeln kann, muss die augenärztliche Behandlung schnell beginnen. Zum Therapie-Konzept gehört auch die Beseitigung des Schielwinkels.
Abb. 42:
Einwärtsschielen, Fixation mit dem rechten Auge
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Durch Schielen entstehen störende Doppelbilder. Das kindliche Gehirn kann sich – im Gegensatz zu dem der Erwachsenen – dagegen wehren, indem es das vom schielenden Auge übermittelte Bild unterdrückt. Hier sieht es nur mit dem rechten Auge. Das nicht benutzte linke Auge wird schwachsichtig und das Kind kann kein räumliches Sehen entwickeln, wenn die augenärztliche Behandlung nicht frühzeitig erfolgt.
Abb. 70:
Früherkennung einer Sehschwäche
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Sehschwächen im Kindesalter können gut behandelt werden - dafür ist es aber wichtig, dass die Kinder rechtzeitig in einer Augenarztpraxis vorgestellt werden.
Abb. 71:
Früherkennung einer Sehschwäche
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Ein leichtes Schielen fällt im Alltag nicht auf. Eine augenärztliche Untersuchung bringt Sicherheit, ob mit den Augen eines Kindes alles in Ordnung ist.
Abb. 72:
Früherkennung einer Sehschwäche
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Droht eine Sehschwäche, dann wird das "bessere" Auge für einige Stunden am Tag abgeklebt. So lernt das kindliche Gehirn, auch den Seheindruck des schwächeren Auges zu verarbeiten.
Abb. 73:
Sehtest für Vorschulkinder
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Testtafeln mit einfachen Symbolen sind Hilfsmitteln, die auch bei Vorschulkindern schon Sehtest ermöglichen.
Abb. 46:
Hornhaut-Fremdkörper
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Nicht immer sind wie hier der Fremdkörper und die Verletzung sichtbar. Dringt z.B. ein Eisensplitter vollständig ins Auge ein, verspürt der Betroffene nur den Aufprall und dann keinen Schmerz mehr. Auch bei einem solchen Unfall muss sofort der Augenarzt aufgesucht werden, der den metallischen Fremdkörper aus dem Auge entfernt, da er sonst im Auge verrostet; das Auge wäre verloren.
Abb. 47:
Kalkverätzung
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Bei Verätzungen durch gebrannten oder gelöschten Kalk (verbotener Kinderspielplatz: Baustellen!) ist das Auge zunächst blass und erweckt den Anschein, nicht betroffen zu sein. Nach kurzer Zeit grau-weiße Eintrübung der Hornhaut. Gefahr: Gewebsuntergang, totale Eintrübung bis Einschmelzung der Hornhaut. 1.Hilfe ist sofort zu leisten: Unfallwagen anfordern und in der Zwischenzeit sichtbare Kalkreste mit Wattestäbchen entfernen und dann ununterbrochen mit klarem Wasser spülen, bis der Augenarzt die Versorgung übernimmt.